Regionalbauernverband
Starkenburg e.V.
Pfützenstraße 67
64347 Griesheim
Tel.: 06155-3494
Fax: 06155-3456
E-Mail: info@agrarpower.de

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Starkenburg
ist seit dem 15. Jahrhundert eine historisch gewachsene Region.
Von 1803 bis 1918 bestand das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
aus den Provinzen Rheinhessen, Oberhessen und Starkenburg, die danach
im Freistaat
Hessen-Darmstadt
weiter existierten.
Schon
im vorigen Jahrhundert gab es einen landwirtschaftlichen Verein für
die Provinz Starkenburg, der dann im Reichsnährstand
unterging.
1998 schlossen
sich 4 Landräte und 1 Oberbürgermeister zur
europäischen Modellregion Starkenburg zusammen. Dieser kommunale
Zusammenschluss war letztlich Vorbild für die Verschmelzung.
Der,
seit dem 01. Januar 2004, neu geschaffene „Regionalbauernverband
Starkenburg“ ist aber schon zwei Schritte weiter. Er besteht aus
den ehemaligen Kreisverbänden Bergstraße, Darmstadt-Dieburg,
Groß-Gerau, Odenwald und Offenbach sowie den beiden kreisfreien
Städten Darmstadt und Offenbach und umfasst insgesamt 4.000 Mitglieder.
Durch den Kreis Offenbach – Stadt und Land – sind wir um
400.000 Einwohner größer als der kommunale Zusammenschluss.
In
der prosperierenden Technologieregion zwischen den Ballungsgebieten
Rhein-Main und Rhein-Neckar
leben 1,5
Millionen Einwohner – im
Vergleich das Saarland mit
1 Million Einwohner.
Im
Verbandsgebiet wirtschaften 3.424 Betriebe auf 93.000 ha landwirtschaftlicher
Nutzfläche.
40% der Betriebe (1.354) wirtschaften im Haupterwerb – im Vergleich:
im Saarland gibt es nur rund 600 Vollerwerbsbetriebe.
Die
Region Starkenburg hat extrem unterschiedliche Naturräume zwischen
einer Höhenlage von 85 m am Rhein und 600 m im Odenwald. In der
Mittelgebirgsregion prägt der Waldbau, die Grünlandwirtschaft
mit Milch und die Fleischproduktion die Landschaft.
In
den Lößgebieten des vorderen Odenwalds gedeihen vorzüglich
Zuckerrüben, Getreide und Kartoffeln.
An der Bergstraße und in Groß-Umstadt wächst ein guter
Wein.
Das Hessische
Ried mit seinen Beregnungsflächen ist bestens geeignet
für arbeitsintensive Sonderkulturen wie Spargel, Zwiebel, Gemüse,
Erdbeeren und Arznei- und Gewürzpflanzen. Diese Kulturen halten
mit 10.000 ha ca. 76% des hessischen Sonderkulturanbaus und bringen eine
Wertschöpfung von über 125 Millionen €.
Aber
auch die Viehhaltung mit Fleischrindern, Mastschweinen und der Milchwirtschaft
sowie der
Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreide
und Wein bringen zusätzliche Verkaufserlöse von nochmals über
125 Millionen €. Dabei sind Dienstleistungen, Energiegewinnung,
Direktvermarktung und Fremdenverkehr noch nicht berücksichtigt.
Die Landwirtschaft hat somit im dicht besiedelten Ballungsraum (500
Einwohner qkm) zwischen Rhein, Main und Neckar eine beachtliche wirtschaftliche
Bedeutung.
Sie sichert Arbeitsplätze, erhält die Kulturlandschaft und
versorgt die 1,5 Millionen Einwohner mit frischen und gesunden Lebensmitteln.
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